Böllern bis zum Knalltrauma


Abstand schützt die Ohren
Böllern bis zum Knalltrauma

Raketen und andere Feuerwerkskörper gehören für die meisten an Silvester einfach dazu. Doch so schön die Knallerei auch ist – neben Verletzungen wie Verbrennungen ist an Silvester vor allem das Gehör in Gefahr.

Wenige Millisekunden reichen aus

Wenn es kurz nach dem Zünden des Feuerwerkskörpers in den Ohren klingelt, dann war das Krachen eindeutig zu laut. Schon ab einem Schalldruck von etwa 140 Dezibel besteht die Gefahr, dass ein Knalltrauma entsteht. Da reicht es auch, wenn ein plötzliches Geräusch nur wenige Millisekunden andauert. Die kritische Grenze wird laut Wolfgang Renter von der Deutschen Krankenversicherung an Silvester leicht überschritten: „Explodiert ein Feuerwerkskörper in weniger als zwei Meter Entfernung, wirkt ein Schalldruck von mehr als 150 Dezibel auf die Ohren.“ Anzeichen für ein Knalltrauma sind anhaltendes Klingeln und stechende Schmerzen im Ohr, Taubheits- und Schwindelgefühle sowie ein schlechtes Hören hoher Töne. Bestenfalls verschwinden diese Symptome schnell wieder. Halten die Beschwerden mehrere Tage an, ist auf jeden Fall der Besuch beim HNO-Arzt anzuraten. Denn im schlimmsten Fall verursacht ein Knalltrauma bleibende Schäden wie Tinnitus und Hörminderung.

Sicherheitsabstand einhalten

Wer seine Ohren schützen will, muss aber nicht völlig auf die Silvesterknallerei verzichten. Ein ausreichender Abstand zu Feuerwerkskörpern ist ein wirksames Mittel, um das Gehör zu schonen. Bereits bei 10 Metern Entfernung sinkt die Gefahr für Knalltraumen. Zusätzlich helfen Kopfhörer oder Ohrstöpsel. Eine ohrenschonende Alternative zur normalen Knallerei sind außerdem extra gekennzeichnete „leise Feuerwerke“, die ganz ohne laute Geräuschkulissen auskommen.

Quelle: Deutsche Krankenversicherung

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